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Mehltau und Kohlweißling im Juli: So bekämpfen Sie die Gartenschädlinge

Effektive Strategien für Pflanzenschutz im Hochsommer.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 29.08.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Im Juli sind Mehltau und Kohlweißling besonders aktiv. Bekämpfen Sie echten Mehltau mit Milch-Wasser-Gemischen (1:9) oder Schwefelpräparaten. Falschen Mehltau erkennen Sie an gelben Blattoberseiten und grauem Pilzrasen unten; hier helfen kupferhaltige Fungizide. Gegen den Kohlweißling setzen Sie engmaschige Gemüseschutznetze sofort nach der Pflanzung ein. Kontrollieren Sie Ihre Kohlpflanzen regelmäßig auf Eier und Raupen und sammeln Sie diese ab.

Schädlingsbekämpfung im Juli: Mehltau & Kohlweißling

Der Juli bringt Hitze, lange Tage und oft ideale Bedingungen für zwei hartnäckige Gartenschädlinge: Mehltau-Pilze und den Kohlweißling. Während der eine als weißer Belag auf Blättern erscheint, fressen sich die anderen als grüne Raupen durch Ihre Kohlköpfe. Eine zeitige Bekämpfung sichert Ihre Ernte.

Mehltau bekämpfen: Pilze im Sommergarten

Mehltau ist kein einzelner Schädling. Sie unterscheiden zwischen dem Echten und dem Falschen Mehltau. Beide schwächen Ihre Pflanzen, aber ihre Biologie und Bekämpfung unterscheiden sich grundlegend.

Wie erkenne ich Echten Mehltau?

Echter Mehltau bildet einen mehlartigen, weiß-grauen Belag auf Blattober- und Unterseiten. Er wirkt wie bestäubt. Der Pilz befällt Zucchini, Gurken, Rosen, Stachelbeeren und viele Zierpflanzen. Er liebt warme Tage mit kühlen Nächten und benötigt keine Blattnässe zum Wachsen.

Profi-Tipp

Pflanzen Sie resistente Sorten. Bei Gurken und Zucchini gibt es viele Züchtungen mit „Mehltautoleranz“. Gießen Sie Ihre Pflanzen morgens direkt an die Wurzel, damit das Laub bis zum Abend abtrocknen kann. Vermeiden Sie eine Überdüngung mit Stickstoff, sie macht das Pflanzengewebe weich und anfällig.

Was hilft gegen Echten Mehltau?

Bei ersten Anzeichen schneiden Sie befallene Blätter sofort ab. Entsorgen Sie sie im Hausmüll, nicht auf dem Kompost. Als bewährtes Hausmittel wirkt eine Mischung aus frischer Milch und Wasser im Verhältnis 1:9. Besprühen Sie die Pflanzen alle paar Tage. Die Milchsäurebakterien bekämpfen den Pilz.

Für eine direkte Behandlung finden Sie im Fachhandel spezielle Fungizide. Präparate auf Basis von Schwefel oder Netzschwefel wirken bei trockenem Wetter gut gegen Echten Mehltau. Halten Sie sich strikt an die Anwendungsvorschriften.

„Die beste Waffe gegen Mehltau ist eine gesunde, kräftige Pflanze. Sorgen Sie für ausreichend Pflanzabstand, damit Luft zirkulieren kann, und wählen Sie einen sonnigen Standort. Gestresste Pflanzen sind immer anfälliger.“

Dr. Anja Berger, Pflanzenpathologin

Falschen Mehltau erkennen und stoppen

Falscher Mehltau ist tückischer. Auf der Blattoberseite zeigen sich gelbe, oft eckig begrenzte Flecken. Auf der Unterseite bildet sich bei Feuchtigkeit ein grauer bis violetter Pilzrasen. Er befällt bevorzugt Salat, Spinat, Zwiebeln und Weinreben.

Warum ist Falscher Mehltau so gefährlich?

Dieser Pilz dringt in das Blattgewebe ein und zerstört es von innen. Die befallenen Blätter welken und sterben ab. Falscher Mehltau braucht Feuchtigkeit auf den Blättern, um zu keimen. Langanhaltende Regenperioden oder Taubildung im Juli begünstigen ihn daher stark.

Wichtiger Hinweis

Fungizide gegen Echten Mehltau wirken oft nicht gegen Falschen Mehltau und umgekehrt. Lesen Sie das Etikett des Pflanzenschutzmittels genau. Gegen Falschen Mehltau sind häufig Produkte mit Kupferoxychlorid oder anderen spezifischen Wirkstoffen notwendig.

Vorbeugung gegen Falschen Mehltau

Wässern Sie von unten, beispielsweise mit einer Tropfbewässerung. So bleiben die Blätter trocken. Eine weite Fruchtfolge ist entscheidend: Pflanzen Sie keine anfälligen Arten mehrere Jahre hintereinander auf dasselbe Beet. Entfernen Sie im Herbst alle Pflanzenreste gründlich.

Für den Fall der Fälle sollten Sie im Fachhandel vorsorgen. In unserer Kategorie Pflanzenschutz finden Sie geeignete Mittel zur gezielten Bekämpfung.

Den Kohlweißling abwehren: Schutz für Kohlgemüse

Der weiße Schmetterling mit den schwarzen Punkten ist kein hübsches Gartentier, sondern der Falter des Kohlweißlings. Seine grün gefärbten Raupen können ganze Kohlpflanzen in kurzer Zeit kahl fressen.

Wie verhindere ich den Befall durch Kohlweißlinge?

Die effektivste Methode ist der physische Schutz. Spannen Sie sofort nach der Pflanzung engmaschige Gemüseschutznetze oder -vliese über Ihre Kohlkulturen. Achten Sie darauf, dass die Ränder bodenbündig abschließen, damit keine Falter darunter schlüpfen können.

Der Schutz muss von Anfang an da sein. Die Falter legen ihre gelben, länglichen Eier in Gruppen auf den Blattunterseiten ab. Aus diesen schlüpfen nach wenigen Tagen die gefräßigen Raupen. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen daher regelmäßig.

„Kohlweißlinge orientieren sich am Geruch ihrer Wirtspflanzen. Das erklärt, warum sie selbst in kleinen Gärten zielgenau jede Kohlpflanze finden. Mischkulturen mit stark duftenden Partnern wie Tomaten, Sellerie oder Tagetes können die Suche erschweren.“

Markus Vogel, Biologe und Gartenbuchautor

Was tun, wenn Raupen am Kohl fressen?

Bei leichtem Befall sammeln Sie die Raupen und Eier einfach ab. Tragen Sie Handschuhe. Bei stärkerem Befall können Sie biologische Präparate auf Basis von Bacillus thuringiensis einsetzen. Dieses Bakterienpräparat wirkt spezifisch gegen Raupen und ist nützlingsschonend.

Stärken Sie Ihre Pflanzen generell. Eine gute Nährstoffversorgung, etwa mit einem speziellen Sommerdünger, macht sie widerstandsfähiger. Gesunder, zügig wachsender Kohl übersteht leichte Fraßschäden besser.

Zusätzlicher Rat

Locken Sie natürliche Feinde an. Vögel, Schlupfwespen und Laufkäfer fressen die Eier und Raupen des Kohlweißlings. Ein naturnaher Garten mit Hecken, insektenfreundlichen Blühstreifen und Nisthilfen fördert diese Nützlinge. Verzichten Sie auf Breitband-Insektizide.

Pflanzenschutz im Juli: Die richtige Strategie

Juli ist Hauptwachstumszeit. Ihre Pflanzen brauchen jetzt besondere Aufmerksamkeit, um gesund zu bleiben. Kombinieren Sie vorbeugende Maßnahmen mit gezielten Eingriffen.

Gartenhygiene im Hochsommer

Entfernen Sie krankes Pflanzenmaterial sofort. Lockern Sie den Boden regelmäßig, um die Wurzeln zu belüften. Mulchen Sie mit Stroh oder Grasschnitt, um die Bodenfeuchtigkeit zu halten und Spritzwasser zu reduzieren. Dies mindert die Gefahr von Pilzinfektionen.

Für alle Maßnahmen gegen Ungeziefer finden Sie in unserer umfangreichen Kategorie Schädlingsbekämpfung passende Hilfsmittel.

Biologische und chemische Mittel einsetzen

Setzen Sie immer zuerst auf mechanische und biologische Methoden: Netze, Absammeln, Nützlinge. Wenn Sie Pflanzenschutzmittel anwenden müssen, wählen Sie gezielte Produkte. Breitbandmittel schaden auch nützlichen Insekten.

Produkte wie das

(Aparasit Schädlingsbekämpfung, 750 ml) können bei einem breiteren Schädlingsspektrum hilfreich sein. Für gezielte Aktionen gegen kriechendes Ungeziefer eignen sich Köderdosen wie das (Ameisen Köderdose 2er Pack).

Fazit: Gesunder Garten trotz Sommerhitze

Mit wachem Auge und rechtzeitigem Handeln kontrollieren Sie Mehltau und Kohlweißling im Juli. Beobachten Sie Ihre Pflanzen täglich. Greifen Sie bei den ersten Symptomen ein, bevor sich der Schädling massenhaft vermehrt.

Ein gut gepflegter Garten ist die beste Basis. Passende Werkzeuge und Hilfsmittel unterstützen Sie dabei. Stöbern Sie für weitere Inspiration auch in unseren Kategorien für Sommerspielzeug oder entdecken Sie praktische Little items2 für Haus und Garten. So genießen Sie einen gesunden, produktiven Sommer in Ihrem grünen Reich.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen echtem und falschem Mehltau?
Echter Mehltau bildet einen mehligen, weißen Belag auf den Blattoberseiten. Er tritt bei warm-trockener Witterung auf. Falscher Mehltau zeigt gelbe bis braune Flecken auf der Oberseite und einen grau-violetten Sporenrasen auf der Blattunterseite. Er benötigt Feuchtigkeit und breitet sich bei feucht-kühlem Wetter aus.
Wann muss ich mein Gemüsebeet gegen Kohlweißlinge schützen?
Bringen Sie Gemüseschutznetze oder Vliese unmittelbar nach der Pflanzung oder Aussaat Ihrer Kohlgewächse an. Der erste Falterflug findet ab April statt, die Hauptflugzeit liegt im Juli und August. Ein durchgängiger Schutz bis zur Ernte verhindert, dass die Schmetterlinge ihre Eier ablegen können.
Hilft Backpulver wirklich gegen Mehltau?
Backpulver kann bei echtem Mehltau einen alkalischen Film auf den Blättern bilden, der den Pilz hemmt. Mischen Sie 1 Päckchen Backpulver mit 20 ml Rapsöl und 2 Litern Wasser. Besprühen Sie die Pflanzen vorbeugend alle 7-14 Tage. Bei starkem Befall sind zugelassene Fungizide aus dem Fachhandel oft wirksamer.
Kann ich befallene Kohlblätter mit Raupen noch essen?
Leicht angefressene Blätter sind nach gründlichem Waschen und Entfernen der Raupen und Fraßspuren genießbar. Stark durchlöcherte oder von vielen Raupen besetzte Blätter sollten Sie entsorgen. Vor dem Verzehr immer kontrollieren, ob sich noch Raupen in den Blattwickeln oder im Herz der Pflanze verstecken.
Welche Pflanzen sind neben Kohl vom Kohlweißling betroffen?
Der Kohlweißling befällt alle Kreuzblütler. Dazu gehören neben allen Kohlarten (Weißkohl, Rotkohl, Brokkoli, Blumenkohl) auch Rucola, Radieschen, Rettich, Kohlrabi und Zierpflanzen wie Goldlack und Levkojen. Achten Sie bei der Fruchtfolge darauf, nicht mehrere Kreuzblütler nacheinander auf derselben Fläche anzubauen.
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