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Gartenkalender Mai: Aussaat & Pflege für eine Top-Ernte

Ihr Arbeitsplan für den Wonnemonat – von der Aussaat bis zur Pflege.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 05.08.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Im Mai beginnt die Hauptsaison für die Aussaat vieler Gemüse direkt ins Beet. Säen Sie jetzt Möhren, Radieschen, Bohnen, Erbsen, Mangold und Rote Bete aus. Setzen Sie vorgezogene Pflanzen wie Tomaten, Zucchini und Paprika nach den Eisheiligen ins Freie. Die Pflege konzentriert sich auf regelmäßiges Gießen, das erste Anhäufeln von Kartoffeln und das Mulchen der Beete.

Gartenkalender Mai: Ihr Weg zur Top-Ernte

Der Mai ist der entscheidende Monat im Gemüsegarten. Die Frostgefahr schwindet, die Tage werden länger und die Erde wärmt sich spürbar auf. Jetzt legen Sie den Grundstein für Ihre Ernte im Sommer und Herbst.

Die Gartenarbeit teilt sich in zwei Hauptbereiche: die Direktsaat von robusten Sorten ins Beet und das Auspflanzen vorgezogener, frostempfindlicher Jungpflanzen. Parallel startet die regelmäßige Pflege.

Welches Gemüse säe ich jetzt direkt aus?

Viele Gemüsearten bevorzugen den direkten Start ins Freiland. Sie entwickeln dort kräftigere Wurzeln und kommen ohne Umpflanzstress aus. Säen Sie in feinkrümelige, gut vorbereitete Erde.

Zu den Klassikern der Mai-Aussaat gehören Möhren, Radieschen, Rote Bete und Spinat. Auch Buschbohnen und Stangenbohnen gehen jetzt in die Erde. Für eine lückenlose Ernte säen Sie Radieschen und Salate in kleinen Portionen alle zwei bis drei Wochen nach.

Profi-Tipp

Markieren Sie Ihre Saatreihen mit einem Etikett. So erkennen Sie später die Keimblätter von Unkraut und wissen genau, wo Sie hacken dürfen. Ein kurzer Stock oder ein spezielles Pflanzenetikett aus dem Gartenzubehör reicht aus.

Für Kräuter wie Petersilie ist jetzt der ideale Zeitpunkt. Ein

erleichtert die Aussaat enorm, da die Samen im optimalen Abstand auf einem Band fixiert sind. Sie legen es einfach in eine Rille, bedecken es mit Erde und wässern es.

Aussaat-Tiefe und Abstand beachten

Die Faustregel lautet: Säen Sie doppelt so tief, wie das Samenkorn dick ist. Feine Samen wie Möhren brauchen nur eine leichte Erdabdeckung. Große Bohnensamen kommen zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde.

Halten Sie die Reihenabstände ein. Zu dicht gesäte Pflanzen konkurrieren um Licht, Wasser und Nährstoffe. Das Ergebnis sind schwächliche Pflanzen und eine geringere Ernte. Vereinzeln Sie zu dicht stehende Keimlinge rechtzeitig.

Warum sind die Eisheiligen so wichtig?

Die traditionellen Frosttage Mitte Mai markieren den Startschuss für frostempfindliche Pflanzen. Nach dem 15. Mai ist die Wahrscheinlichkeit für Nachtfröste in den meisten Regionen Deutschlands sehr gering.

Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken und Basilikum warten nun auf ihren Umzug ins Freie. Kaufen Sie kräftige Jungpflanzen oder setzen Sie Ihre eigenen Vorkulturen um. Achten Sie im Garten + Outdoor-Sortiment auf robuste Sorten.

Wichtiger Hinweis

Gewöhnen Sie Ihre Jungpflanzen vor dem endgültigen Auspflanzen über eine Woche lang an die Sonne. Stellen Sie sie zunächst für wenige Stunden an einen halbschattigen Platz. So vermeiden Sie Sonnenbrand auf den zarten Blättern.

Setzen Sie die Pflanzen etwas tiefer, als sie im Topf standen. Vor allem Tomaten bilden dann entlang des eingegrabenen Stängels zusätzliche Wurzeln. Das macht sie stabiler und versorgt sie besser mit Wasser und Nährstoffen.

Die Qualität der Jungpflanze entscheidet über den Start. Wählen Sie kompakte, dunkelgrüne Pflanzen mit kräftigem Wurzelballen. Vermeiden Sie bereits blühende oder gelbliche Exemplare.

Gärtnermeisterin Anja Schmidt

Wie gestalte ich die Pflege im Mai?

Mit dem Wachstum beginnt die regelmäßige Gartenpflege. Gießen, Jäten und der Schutz vor Schädlingen stehen jetzt auf dem Programm. Ein guter Zeitplan spart Arbeit.

Richtig gießen für starke Wurzeln

Gießen Sie am Morgen. So können die Pflanzen das Wasser über den Tag nutzen und die Blätter trocknen ab. Nasse Blätter über Nacht fördern Pilzkrankheiten.

Besser seltener, aber durchdringend wässern als täglich nur oberflächlich. Das zwingt die Wurzeln, in die Tiefe zu wachsen, was die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit macht. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit.

Unkraut früh bekämpfen

Unkraut konkurriert mit Ihrem Gemüse. Hacken Sie die Beete regelmäßig durch, solange das Unkraut noch klein ist. Die beste Zeit ist an einem sonnigen, windigen Tag. Die herausgehackten Pflanzen vertrocknen dann schnell.

Zusätzlicher Rat

Nutzen Sie die Hacke nicht nur zum Jäten. Ein leichtes Anhäufeln der Erde um die Pflanzenstängel (etwa bei Kartoffeln und Bohnen) fördert die Wurzelbildung und gibt den Pflanzen mehr Halt. Die richtigen Gartenwerkzeuge machen diese Arbeit effizient.

Für Kartoffeln ist jetzt der Zeitpunkt für das erste Anhäufeln gekommen, sobald das Kraut etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch ist. Das schützt die Knollen vor Licht und fördert die Knollenbildung.

Welche Schädlinge sind jetzt aktiv?

Der Mai lockt nicht nur Pflanzen, sondern auch ihre Feinde. Ein wachsames Auge und schnelles Handeln verhindern größere Schäden.

Schnecken sind nach Regenfällen besonders aktiv. Kontrollieren Sie Ihre Beete in den Abendstunden. Ein

ist nicht nur praktisch für die Ernte, sondern auch zum schnellen Absammeln der ungebetenen Gäste. Entfernen Sie Versteckmöglichkeiten wie Bretter oder großen Mulch.

Blattläuse besiedeln gerne die jungen Triebe von Bohnen oder Salat. Oft reicht ein scharfer Wasserstrahl, um sie zu vertreiben. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen helfen bei der natürlichen Regulation.

Ein gesunder, vitaler Boden ist die beste Abwehr. Pflanzen, die optimal mit Nährstoffen und Wasser versorgt sind, sind weniger anfällig für Schädlingsbefall. Beobachten Sie Ihre Pflanzen täglich.

Bodenexperte Dr. Markus Weber

Wie bereite ich meine Gartengeräte vor?

Saubere und scharfe Werkzeuge erleichtern die Arbeit und schonen die Pflanzen. Nehmen Sie sich nach der intensiven Frühjahrssaison Zeit für die Pflege Ihrer Helfer.

Reinigen Sie Spaten, Schaufeln und Hacken von anhaftender Erde. Trocknen Sie sie gründlich ab, um Rost zu vermeiden. Ein leichtes Einölen der Metallteile schützt vor Korrosion. Ein hochwertiger

eignet sich hervorragend zur schonenden Pflege von Holzstielen und Metallteilen. Er hinterlässt keinen klebrigen Film.

Überprüfen Sie Schäfte auf Splinte und Risse. Ein lockerer Schaft kann bei der Arbeit gefährlich werden. Schärfen Sie die Kanten von Messern und Scheren. Eine stumpfe Kante quetscht Pflanzengewebe statt es sauber zu durchtrennen.

Lagern Sie Ihre Werkzeuge trocken und aufgeräumt. Ein ordentlicher Gartenaustattung-Bereich spart Zeit und Nerven. So starten Sie gut vorbereitet in die kommenden arbeitsreichen Monate.

Häufige Fragen

Welches Gemüse kann ich im Mai direkt ins Beet säen?
Im Mai säen Sie direkt ins Freiland: Buschbohnen, Stangenbohnen, Möhren, Radieschen, Rote Bete, Mangold, Erbsen, Rucola und Kräuter wie Petersilie und Dill. Achten Sie auf die Angaben auf den Samentütchen und schützen Sie zarte Keimlinge bei Spätfrösten mit einem Vlies.
Ab wann dürfen Tomaten und Zucchini nach draußen?
Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sind frostempfindlich. Pflanzen Sie sie erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie. Gewöhnen Sie die vorgezogenen Pflanzen vorher über einige Tage an die Sonne, um Sonnenbrand zu vermeiden.
Wie oft muss ich im Mai gießen?
Gießen Sie anfangs morgens, damit das Wasser gut einsickert und die Blätter bis zum Abend abtrocknen. Bei trockenem Wetter gießen Sie durchdringend ein- bis zweimal pro Woche, anstatt täglich oberflächlich. Mulch hält die Feuchtigkeit länger im Boden.
Muss ich im Mai schon düngen?
Starkzehrer wie Tomaten, Kohl oder Kürbis benötigen nach dem Auspflanzen eine Grunddüngung mit Kompost oder einem organischen Langzeitdünger. Salate und Kräuter brauchen weniger Nährstoffe. Beobachten Sie das Wachstum – blassgrüne Blätter können auf Nährstoffmangel hindeuten.
Was kann ich gegen Schnecken im Mai tun?
Schnecken sind nach Regen besonders aktiv. Kontrollieren Sie Ihre Beete abends. Schneckenzäune, das Auslegen von Gartenzubehör wie Schneckenkorn (bitte umweltverträglich) und das Absammeln helfen. Halten Sie die Beete frei von Unkraut, das Versteckmöglichkeiten bietet.
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